Mähroboter Test 2018: Rasenmäher Roboter bei Stiftung Warentest

Mähroboter Test bei Stiftung Warentest. Ergebnis: sechs befriedigend, zwei mangelhaft. Warum schneiden die automatischen Rasenmäher nicht besser ab im Test der Stiftung Warentest? Ein genauerer Blick auf die Gewichtung der Kriterien gibt Anhalt für die schlechten Bewertungen.

Mähroboter im Test

Stiftung Warentest hat im Mai 2018 acht verschiedene aktuelle Mähroboter-Modelle getestet. Laut Testurteil schneiden sechs Rasenroboter befriedigend ab, zwei automatische Rasenmäher sind nur mit mangelhaft Note 5,5 bewertet worden ( hier die Testergebnisse bei Stiftung Warentest). Insbesondere der Sicherheitsaspekt wurde bei allen Modellen stark bemängelt und trägt maßgeblich zu der ernüchternden Gesamtwertung der Mähroboter bei. Wer auf weitere Kriterien wie Mähleistung, Handling, App-Datenschutz mehr wert legt, sollte sich aber nicht abschrecken lassen und stattdessen die Testergebnisse und Kritik im Detail anschauen.

Welche Mähroboter wurden getestet?

Getestet wurden Mähroboter der Marke Husqvarna, Gardena, Bosch, Ambrogio, AL-KO, Robomow, Viking und Honda. Dabei waren fünf der Modelle für den Gebrauch unter 1000m² und drei Mäher für über 1000m² Grundstücke:

5 Mähroboter für Flächen > 1000m²:

3 Mähroboter für Flächen < 1000m²:


Wie haben die Mähroboter abgeschnitten?

✓ Mähen

Zu empfehlen: der »Gardena smart Sileno
Die Stiftung Warentest Tester waren bei allen Mähroboter mit der Mähleistung sehr zufrieden. Die meisten Roboter schnitten den Rasen sauber und glatt, so dass sich ein gutes Gesamtbild ergab. Bloß ein Rasenroboter, der »Bosch Indego, ließ im Test etwas zu wünschen übrig. Bei diesem Modell wiesen die Grashalme Fransen und später dadurch leichte Bräunungen auf. Der normalerweise scharfe glatte Schnitt, wie er für Mähroboter typisch ist, wurde hier nur ausreichend erfüllt. Auch bei hohem Gras tat sich der »Bosch Indego im Vergleich zu seinen Konkurrenten etwas schwerer.

✓ Handhabung

In der Handhabung schneiden die meisten Mähroboter zumindest mit einem Gut ab. Teils werden die Modelle mit befriedigend bewertet. Damit sind alle getesteten Modelle in etwas vergleichbar im Handling. Ausreißer nach oben oder unten konnten im Test nicht festgestellt werden.

✓ Datensendeverhalten der Apps

In diesem Punkt hat die Stiftung Warentest den Datenschutz in der App-Nutzung unter die Lupe genommen. Insgesamt gibt es bei fast allen Apps Verbesserungsbedarf hinsichtlich des Datensendeverhaltens. Allerdings bietet nicht jeder Hersteller eine App an. Somit ist dieses Kriterium nicht für alle Mähroboter ein Vergleichswert. Auch ist die Nutzung der zugehörigen Apps weitestgehend freiwillig und ein Verzicht schränkt die Gerätefunktion nicht unbedingt ein. Daher ist die Bewertung des Datensendeverhaltens wahrscheinlich lediglich als interessant zu bewerten im Hinblick auf den Nachbesserungsbedarf der App-Anbieter. Für den Kaufinteressenten bietet das Datensendeverhalten aber kein ausschlaggebendes Kaufkriterium.

✓ Sicherheit

Der »Husqvarna Automower 420 überzeugt im Test
Der Sicherheitsaspekt ist für Stiftung Warentest beim Mähroboter Test wohl der wichtigste Punkt. Es wurde getestet, ob die Mähroboter vor gewissen Hindernissen stoppen. Den „Krabbeltest“, die Simulation von kleinen Kinderhänden und -füßen in der Nähe des Mähroboters, bestanden nicht alle Modelle. Zwei Rasenroboter Modelle mussten wegen des Übersehens und Überfahrens dieser Hindernisse in der Testumgebung als mangelhaft bewertet werden. Der »Robomow RC 304u und der »Honda Miimo 310 wurden daraufhin auch in der Gesamtbewertung auf mangelhaft heruntergestuft. Die Bilder sind durchaus erschreckend. Im Test schreddern die Mähroboter den Kinderschuh am Besenstiel und die rotierenden Messer stoppen nicht. Diese Situation ist denkbar erschreckend und leider auch bereits in realen Situationen passiert. Anscheinend stoppen die Klingen der beiden mangelhaft bewerteten Mähroboter erst nach einem gewissen Neigungswinkel, der beim Überfahren einer Kindergliedmaße oder eines Kleintieres noch nicht erreicht wurde. Normalerweise stoppen die Messer anderer Modelle beim Anheben des Roboters und reichen nicht bis an den Rand des Geräts, was die Sicherheit erhöht.
Fakten-Check
Generell finde ich es sehr gut, dass Stiftung Warentest die Sicherheit der Mähroboter so ernst nimmt. Für Kinder und Tiere können die Rasenroboter durchaus ein Unfallrisiko bergen. Allerdings sollten Mähroboter sowieso nicht in Betrieb sein, wenn sich Kinder und Tiere im Garten aufhalten. Wer diese einfache Regel beherzt, geht auch kein unnötiges Risiko ein. Weiterhin können nicht nur Kinder und Haustiere von Mährobotern erfasst werden, auch nachtaktive Tiere wie Igel können gefährdet sein. Der Test hat verdeutlicht: Auch in puncto Sicherheit sollten die Hersteller durch verbesserte Sensorik und Software dringend nachbessern!

Die Testsieger

Die Testsieger bei Stiftung Warentest: der »Gardena smart Sileno konnte für kleinere und der »Husqvarna Automower 420 für größere Flächen überzeugen.  

Testkritik

Hohe Gewichtung des Sicherheitsaspekts

Vorab: der Sicherheitsaspekt von Mährobotern ist definitiv nicht zu unterschätzen! Ich finde es sehr wichtig und gut, dass Stiftung Warentest auf das Unfallpotential hin getestet und davor gewarnt hat. Das fördert (hoffentlich) das Bewusstsein der Besitzer. Ein Rasenroboter ist zwar intelligenter und arbeitet autonom, ist aber dennoch ein Rasenmäher mit scharfen Klingen. Unfälle passieren aber auch mit anderen, nicht-automatischen Rasenmähern. Wer also die Mähzeiten richtig einstellt und sich nicht mit Kindern und Haustieren bei Betrieb im Garten aufhält, der umgeht das Risiko. Außerdem hat nicht jeder Gartenanwender Kind oder Hund, hier sollte man nur an die nachtaktiven Tiere denken, die sich möglicherweise auf dem Grundstück herumtreiben. Somit ist die überaus starke Gewichtung des Sicherheitsaspekts, der manche Interessenten auf den ersten Blick abschrecken könnte, nicht ganz berechtigt. Beim Kauf sollte man also abwägen, welche Kriterien man für sich persönlich am wichtigsten findet.

Modellauswahl im Test

Weiterhin sind nur recht wenig Modelle getestet worden. Hier stellt sich also die Frage in wieweit der Test die ganze Bandbreite des Markts abdeckt. Durch die Unterteilung in Mähroboter unter und über 1000m² ergibt sich immerhin ein erster Einblick was welche Modelle leisten. Beliebte Modelle wie die von Robomow oder Viking wurden leider nicht getestet, da sich zum Testzeitpunkt keine aktuellen Modelle auf dem Markt befanden.

Auswahl der Kriterien

Weitere Kriterien wie beispielsweise die Betriebslautstärke und Hangleistung hätten in einem Mähroboter Test noch getestet werden können. Für manche Nutzer oder Kaufinteressenten sind das weitere Aspekte die bei der Auswahl der Modelle helfen könnte. Wünschenswert wären umfangreichere künftige Tests, die auch weitere Kriterien berücksichtigen.

Fazit

Stiftung Warentest hat acht Mähroboter getestet, davon sechs Modelle für gut befunden und musste zwei Modelle aufgrund Sicherheitsmängel im Test durchfallen lassen. Die Kritik an den automatischen Mähern ist zwar definitiv berechtigt, allerdings sollten diese grundsätzlich nicht in Betrieb sein, wenn sich Kinder oder Haustiere im Garten befinden damit das Unfallrisiko gar nicht erst aufkommt. Die Rasenroboter haben überwiegend in der Mähleistung überzeugt, auch das Handling war größtenteils gut. Einige, individuell wichtige Kriterien wie beispielsweise die Betriebslautstärke oder die Leistung am Hang wurden nicht genauer untersucht. Wer am Kauf einer der getesteten Modelle Interesse hat, für den lohnt allerdings der Blick in den kompletten Artikel und die Testtabelle der Stiftung Warentest ( hier). So schnell wie sich die Technik und der Markt weiterentwickeln, werden sicher noch weitere interessante Tests in Zukunft folgen.

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